In den vergangenen Monaten und Jahren hat kaum ein Thema so stark an Bedeutung gewonnen wie Influencer Marketing. Schließlich verfügen YouTuber, Blogger und andere Social-Media-Stars über enorme Reichweite und Glaubwürdigkeit. Doch wie teuer ist es eigentlich, für das eigene Unternehmen mit den neuen Stars zu werben?

Große Stars verdienen hunderttausende US-Dollar

Kaum eine Branche ist so verschwiegen, wie die der Influencer. Doch Mitte 2017 hat linqia.com, eine international agierende Influencer Agentur, eine aufschlussreiche Studie zu diesem Thema durchgeführt. Die Ergebnisse dürften viele Werbetreibende zunächst erschrecken:

  • Führende Social-Media-Start verdienen mit einem einzigen, bezahlten Post weit mehr als 150.000 US-Dollar.
  • Selbst kleinere YouTuber und Instagramer bekommen meist noch mehr als 50.000 US-Dollar pro Post.
  • Längere Werbekampagnen bringen zwar einen Rabatt, kosten damit aber – bei den Stars – einige hunderttausend US-Dollar.

Insbesondere seit 2015 sind die Preise für die Influencer stark gestiegen, haben sich teilweise verdrei- oder vervierfacht. Kaum verwunderlich ist es, dass die Stars der Szene längst zu den Einkommensmillionären gehören.

Micro-Influencer bieten Chancen

Kein kleineres – und auch kaum mittelständische – Unternehmen dürften sich ein derlei üppiges Werbebudget für einen einzigen Instagram-Post leisten können. Doch die inqia.com-Studie macht auch Hoffnung, vor allem in Bezug auf sogenannte Micro-Influencer. Das sind solche Blogger und YouTuber, die nur über eine recht geringe Follower-Anzahl verfügen, aber auch schon gesponserte Posts und Kampagnen anbieten. Für gewöhnlich haben diese Micro-Influencer eine Reichweite zwischen 10.000 und 100.000 Followern.

Interessant sind derlei Kampagnen aber nicht nur, weil Posts schon für (weit) unter 5.000 US-Dollar zu haben sind. Hat der Micro-Influencer eine sehr homogene Zielgruppe, sinken die Streuverluste für den Werbetreibenden drastisch. Beispielsweise könnte ein Online-Shop für Nahrungsergänzungsmittel Kooperationen mit Fitness-Bloggern eingehen. Fast alle Follower des Bloggers bzw. Instagramers dürften selbst auch im Fitnesssport aktiv sein und damit zur klaren Zielgruppe für Nahrungsergänzungsmittel gehören. So kann das Return of Investment äußerst lohnenswert sein, wenn kleinere Online-Shops mit Micro-Influencern zusammenarbeiten.