Darüber, dass der Onlineshop-Betreiber im Grunde schon im Sommer über das Weihnachtsgeschäft nachdenken sollte, haben wir in diesem Blog bereits mehrfach berichtet. Von daher wird es jetzt allerhöchste Zeit, die Planungen abzuschließen und mit der konkreten Umsetzung zu beginnen. Einen besonderen Fokus sollte in diesem Zusammenhang das Thema Logistik einnehmen. Hierzu gehört beispielsweise die Frage, ob ich für das hektische Weihnachtsgeschäft genügend Ware eingelagert habe und ob es ausreichend Helferinnen und Helfer gibt, um auch alle Kundenwünsche bedienen zu können. Nichts wäre schließlich peinlicher, als ein Paket, das verspätet beim Kunden eintrifft und demnach nicht mehr als Weihnachtsgeschenk unter den Baum gelegt werden kann.

Lieferfähigkeit und Konditionen aushandeln

Damit die Logistik an Weihnachten reibungslos abläuft, sollten einige Punkte beachtet werden. Welches Produkt sich als Renner herausstellt, kann natürlich niemand mit absoluter Sicherheit voraussagen. Allerdings hilft in diesem Fall bereits ein Blick in das eigene Warenwirtschaftssystem. Die Statistik des vergangenen Weihnachtsgeschäfts kann dem Onlineshop-Betreiber bereits einen Hinweis darauf geben, welche Artikel in diesem Jahr besonders gut laufen könnten. Sobald Sie die möglichen Top-Seller ausgemacht haben, sollten Sie sich umgehend bei ihren Lieferanten versichern, dass diese Artikel auch in ausreichender Menge verfügbar sind. Und da Sie wahrscheinlich nicht der einzige Online-Shop sein werden, der sich mit Produkt XY bevorraten will, sollten auch die Lieferfähigkeit und die entsprechenden Konditionen bereits im Vorfeld abgeklärt werden. Vielleicht hat ja auch der Lieferant einen Tipp, welches Produkt sich im Weihnachtsgeschäft ganz besonders gut verkaufen könnte.

Schon jetzt das Lager aufstocken

Grundsätzlich gilt: Bereits jetzt sollte das Lager in ausreichender Menge aufgestockt sein, damit Sie nicht am Beginn des Weihnachtsgeschäfts mit leeren Regalen dastehen. Auch dem Versand gilt in diesem Fall eine besondere Aufmerksamkeit, da sich das Volumen an Paketen in jedem Fall vervielfachen wird. Wer sich dafür entscheidet, Aushilfen für das Weihnachtsgeschäft einzustellen, sollte auch einplanen, dass die neuen Mitarbeiter angelernt werden müssen. Dies kann bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen – allerdings hängt dies auch immer von den individuellen Begebenheiten ab. Ein weiterer Punkt: Sorgen Sie in jedem Fall dafür, dass ausreichend Material für den Versand zur Verfügung steht. Wenn die Kartonage oder das Klebeband im laufenden Betrieb zu Neige gehen, kann dies zu Verzögerungen, Verdienstausfällen und ärgerlichen Mehrkosten führen.

Eine pünktliche Lieferung ist alles

Dass die Kunden ihre Geschenke pünktlich zum Weihnachtsfest in den Händen halten wollen, sollte selbstverständlich sein. Holen Sie aus diesem Grund bereits im Vorfeld von ihrem Logistik-Partner einen verbindlichen Termin für den letztmöglichen Versandzeitpunkt ein, damit das Geschenk rechtzeitig ausgeliefert wird. Auch die beiden Ecommerce.jetzt-Autoren Tobias Kollewe und Michael Keukert beschäftigen sich in ihrem Handbuch Praxiswissen Ecommerce mit diesem Thema: „Um enttäuschte Verbraucher und Retouren wegen verspäteter Lieferung zu vermeiden, sollten Sie immer Angaben zu den tatsächlichen Lieferzeiten machen“. Das Ampel-System habe sich in diesem Zusammenhang immer sehr bewährt. „Grün zeigt an, dass der Artikel auf Lager ist und direkt geliefert werden kann. Eine gelbe Ampel zeigt, dass sich der Artikel zum Beispiel im Zulauf befindet und bald wieder vorrätig ist. Eine rote Ampel zeigt an, dass der Artikel erst nachbestellt werden muss oder erst nach der Bestellung durch den Endkunden produziert wird“.

Checkliste für Onlineshop-Betreiber:

  • Stocken Sie ihr Lager mit den Waren für das Weihnachtsgeschäft auf.
  • Planen Sie genügend Zeit für die Einarbeitung von Aushilfen ein.
  • Sorgen Sie für ausreichend Verpackungsmaterial für den Versand.
  • Holen Sie verbindliche Termine für den Versand ein.
  • Führen Sie ein Ampel-System ein.