Ein Onlineshop-Kunde betritt mit seinem Warenkorb den virtuellen Kassenbereich und hat auch die letzte Stufe des Checkout-Prozesses erfolgreich gemeistert. Dass in diesem Fall Umsatz generiert wurde, wird den Onlineshop-Betreiber natürlich freuen. Um an dieser Stelle Wasser in den E-Commerce-Wein zu gießen, muss aber auch gesagt werden, dass hinter jeder erfolgreich abgeschlossenen Transaktion zwei bis drei Warenkörbe stehen, die der Kunde – aus welchem Grund auch immer – nicht eingelöst hat.

So liegt der Prozentsatz der weltweit nicht eingelösten Warenkörbe bei 71,2 Prozent. Noch erstaunlicher ist allerdings die Zahl, dass der geschätzte Wert dieser nicht vollzogenen Käufe bei etwa vier Billionen US Dollar liegt. Angesichts dieser Erkenntnis gibt es für Onlineshop-Betreiber mehrere Wege, um aus zögerlichen Kunden am Ende echte Käufer zu machen und damit die Anzahl der Warenkorbabbrüche zu reduzieren. Eine Lösungsmöglichkeit wäre, dem Kunden die Option des Gast-Checkouts anzubieten. Als Beleg sei eine Zahl angeführt, die besagt, dass ein Onlineshop-Betreiber – indem er diese Variante einräumte – einen Anstieg der Bestellungen um 45 Prozent verzeichnete. Der Vorteil: Kunden, die ihren Kauf als Gast abschließen, müssen lediglich Informationen angeben, die für den Kauf und Versand der Ware absolut notwendig sind; ein Passwort oder ein Nutzername sind hingegen nicht erforderlich.

Versandkosten als Marketinginstrument

Ein weiterer Punkt sind die so genannten versteckten oder unerwarteten Kosten. Wer seine Kunden damit gängelt, muss damit rechnen, dass mehr als die Hälfte der Käufer den Vorgang abbricht. Die Lösung lässt sich mit einem Wort beschreiben: Transparenz! Stellen Sie alle anfallenden Kosten, wie Steuern und Versand, deutlich und sichtbar im Checkout-Prozess dar. Gerade das Thema Versandkosten oder deren Wegfall lässt sich zudem als attraktives Marketinginstrument nutzen. Die E-Commerce.jetzt-Autoren Tobias Kollewe und Michael Keukert haben hierüber auch ein spezielles Kapitel im Onlineshop-Handbuch Praxiswissen E-Commerce geschrieben.

Machen Sie aus Kunden treue Käufer

Noch ein wichtiger Punkt: Der Kunde will auf einer vertrauenswürdigen Seite einkaufen. Bestärken Sie den Onlineshop-Nutzer darin, indem Sie Trust-Signals, wie die von Veristore einbauen. Dies gilt im Übrigen auch für die Logos ihrer Service-Partner (Logistik- und Kreditkartendienstleister), mit denen Sie zusammenarbeiten. Darüber hinaus ist es auch wichtig, dass Sie alle Kontaktinformationen (Telefonnummer, Email- und Postadresse) deutlich sichtbar in ihren Onlineshop einbinden. Wenn Sie auch noch Zahlungsarten anbieten, die in Deutschland eine hohe Akzeptanz und Verbreitung genießen, dann haben Sie einen weiteren Schritt getan, um aus ihren Kunden am Ende auch treue Käufer zu machen. Eine ausführliche Erläuterung der gängigsten Zahlungsarten finden Sie übrigens auch im oben erwähnten Praxishandbuch E-Commerce.

Zusammenfassung für Onlineshop-Betreiber:

  • Bieten Sie ihren Kunden die Option des Gast-Checkouts an.
  • Stellen Sie alle anfallenden Kosten (Versand, Steuern, etc.) transparent dar.
  • Nutzen Sie den kostenfreien Versand als Marketinginstrument.
  • Nutzen Sie Trust-Signals als vertrauensbildende Maßnahme.
  • Binden Sie alle Kontaktinformationen (Telefonnummer, Email- und Postadresse) deutlich sichtbar in ihren Onlineshop ein.
  • Bieten Sie Zahlungsarten an, die in Deutschland eine hohe Akzeptanz und Verbreitung genießen.

 

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