Suchmaschinenoptimierung: Sie wissen, dass es wichtig ist und Sie wissen auch, dass Sie sich damit beschäftigen sollten. Doch angesichts dieses komplexen Themas stellt sich für den Onlineshop-Betreiber immer wieder die Frage: Wo bitteschön fange ich am besten an? Einfach gesprochen steckt hinter dem SEO-Begriff (Search Engine Optimization) ein Marketingwerkzeug, das auf das Internet angewendet wird.

Bevor Sie sich über Keywords oder eine Social-Media-Strategie Gedanken machen oder Produktbeschreibungen entwerfen, müssen Sie zunächst ganz genau definieren, welche Zielgruppe Sie mit einer Kampagne ansprechen wollen. Dies sind grundlegende Marketing-Kriterien, die in jedem Geschäftsfeld, ob on- oder offline, berücksichtigt werden müssen. Hier nur zwei Punkte:

  • Für welches Problem oder Bedürfnis bietet mein Produkt eine Lösung an?
  • Wie sieht mein perfekter Kunde aus?

Setzen Sie sich hin und denken Sie über diese Fragen nach: Warum sollte ein Kunde genau nach meinem Produkt suchen? In einem zweiten Schritt, nachdem Sie die Zielgruppe klar definiert haben, geht es daran, eine authentische Sprache zu finden, um die potentiellen Kunden anzusprechen. Erstellen Sie eine Liste aller Wörter, die ihrem Produkt oder dem Umfeld eindeutig zuzuordnen sind. Die beiden ecommerce.jetzt-Autoren Tobias Kollewe und Michael Keukert haben über das Thema Keyword-Optimierung auch ein ausführliches Kapitel im Handbuch für den erfolgreichen Onlineshop verfasst.

Starkes Sortiment oder Nischen bringen den Erfolg

Als Grundregel gilt: Je spezifischer ihre Keywords sind, desto eher haben Sie eine Chance gefunden zu werden bzw. das Bedürfnis eines Kunden zu bedienen. Die Keywords helfen Ihnen dabei, eine effektive Seitenstruktur aufzubauen, ansprechende Produktseiten zu entwerfen und aussagekräftigen Content zu entwickeln. Sobald die Zielgruppe definiert und die Keywords gefunden sind, geht es daran, sich die Seitenstruktur und den Produktkatalog etwas genauer anzusehen. Angesichts der Fülle an Informationen, die das Internet über seine Nutzer ausschüttet, gibt es im Grunde nur zwei Strategien, die zum Erfolg führen. Entweder habe ich ein starkes Sortiment im Rücken, das mit vielen Keywords korrespondiert oder ich habe mich in einer Nische eingerichtet, die auf einer hochspezialisierten Suche fußt und nicht von Mitbewerbern überflutet wird.

Nicht die Suchmaschine, sondern Kunden beeindrucken

Zielgruppe, Keywords und Produktkatalog sind definiert? Dann folgt auf die Theorie nun die Praxis. Denken Sie immer daran, dass Sie einen Onlineshop aufbauen, um ihre Kunden und nicht die Suchmaschine zu beeindrucken. In diesem Sinne geht es darum, eine sinnvolle Seitenstruktur zu finden und diese mit informativen Produktseiten zu füllen. Wenn wir den Onlineshop mit einem Ladengeschäft in bester Lage vergleichen, dann würden die Produktseiten innerhalb dieses Gefüges den Platz der Kundenberater einnehmen. Anders ausgedrückt: Beantworten Sie alle Fragen; auch jene, von denen die Kunden nicht mal wussten, dass sie sie stellen könnten. Auf diese Weise erhöhen Sie die Werte Vertrauen und Loyalität und damit auch die Conversion-Rate.

Starke Multiplikatoren suchen

Zudem gilt: Sie können das tollste Produkt der Welt haben, doch wenn niemand darüber redet, kommen Sie mit ihrer Geschäftsidee nicht weit. Daher sollten Sie sich auch überlegen, wer in ihrem Feld als Multiplikator dienen könnte. Wenn Sie Mode oder Foto-Zubehör verkaufen, dann kooperieren Sie mit Mode- und Fotobloggern, damit ihre Produkte bekannter werden. In diesem Zusammenhang können Sie natürlich auch ein eigenes Blog in ihren Onlineshop einbinden. Das Blog ist ein perfektes Werkzeug, um auf die Bedürfnisse des Kunden einzugehen und auf diese Weise aussagekräftigen Content zu produzieren. Zudem können Sie eine Newsletter-Anmeldung in Ihr Blog integrieren und hierüber die Loyalität des Kunden gewinnen.

Ein Blog ist bereits der erste Schritt in Richtung einer Social-Media-Strategie. Weitere Kanäle wären Facebook, Twitter und Google+. Falls Sie auf Bilder setzen, können Sie auch noch Pinterest und Instagram einbinden, um den visuellen Content mit ihren Kunden zu teilen.