Warenkorb mit PayPal-ExpressDen Checkout-Prozess zu verkürzen kann die Konversionsrate im Onlineshop deutlich erhöhen. PayPal hat dazu schon vor geraumer Zeit eine Abkürzung Namens PayPal-Express auf den Markt gebracht, die angesichts Apple Pay bald eine deutlich größere Verbreitung finden könnte.

PayPal bietet mit seinem Angebot PayPal-Express die Möglichkeit, Kundendaten, die bei PayPal hinterlegt sind, automatisch in den Onlineshop zu übernehmen. Mittels eines PayPal-Moduls wird dabei vor dem eigentlichen Checkout-Prozess eine weitere Schaltfläche eingefügt, die den Kunden umleitet. Dies kann zum Beispiel im Warenkorb oder bereits auf dem Layer erfolgen (siehe Abbildung oben), der bestätigt, dass das gewünschte Produkt in den Warenkorb gelegt wurde.

Statt der Seite zur Registrierung oder Anmeldung im Onlineshop wird der Kunde direkt zu PayPal weitergeleitet. Auch hier kann er seinen aktuellen Warenkorb nochmal einsehen. Er meldet sich nun mittels seiner bei PayPal hinterlegten Zugangsdaten an (siehe folgende Abbildung), bestätigt dort den Kauf und die bei PayPal hinterlegten Adress- und Zahlungsdaten und wird wieder zurück zum Onlineshop geleitet.

PayPal-Express Anmeldung

PayPal-Express-Integration in www.freivonso.de

 

Ziel der Weiterleitung ist die Übersichtsseite im Checkout-Prozess, also die letzte Seite vor dem eigentlichen Kauf. Der Onlineshop übernimmt automatisch die Kundendaten (Versand- und Rechnungsadresse) und legt PayPal als Zahlungsart fest. Der Kunde muss den Kauf nur noch mittels eines Klicks auf den „jetzt kaufen“-Button bestätigen.

Der Shopbesucher spart sich durch die Umleitung über PayPal die Eingabe der Daten. Der Kaufprozess wird damit entscheidend verkürzt, jedoch auf die Zahlungsart PayPal beschränkt.

30% Mehrumsatz durch PayPal-Express

PayPal geht in seinen eigenen Marketing-Videos von bis zu 30% Mehrumsatz unter anderem wegen schnellerer Kaufentscheidungen und vermehrten Impulskäufen aus. Bedenken Sie, das PayPal dieses Verfahren nicht aus reiner Freundlichkeit eingeführt hat. Auch für den Zahlungsanbieter steht der Mehrumsatz durch Verdrängung anderer Zahlungsarten im Vordergrund.

Auf den ersten Blick ist PayPal Express für den privaten Endkunden als durchaus positiv zu bewerten, wenn die bei PayPal hinterlegten Adressdaten inklusiv der E-Mail-Adresse immer auf dem aktuellen Stand sind. Der Kunde hat jedoch keinen Einfluss darauf, ob für ihn im Onlineshop ein Kundenkonto angelegt wird und erhält während des Checkout-Prozesses auch keinen Einblick in alternative Zahlungs- und Versandarten.

Amazon stellt mit Amazon Payments einen ähnlichen Dienst zur Verfügung, der die Datenübernahme aus dem Amazon-Kundenaccount ermöglicht. Die Zahlung wird dann über Amazon mittels der dort hinterlegten Zahlungsdaten abgewickelt. Und genau den gleichen Weg wird wohl auch Apple Pay gehen, sobald es in Deutschland in Onlineshops verfügbar ist.

Das obige Beispiel ist live zum Beispiel bei www.freivonso.de zu sehen.