Gründe für die Abmeldung von Newslettern

Das Ende der Beziehung zwischen Newsletterempfänger und Newsletterversender hat meist ganz spezifische Gründe. Entweder ist der Abonnent nicht mehr an den Produkten oder Dienstleistungen des Versenders interessiert oder der Leidensdruck war so groß, dass der Empfänger statt auf „löschen“ zu klicken, lieber den (für ihn) umständlicheren Weg der Abmeldung vom Newsletter wählt. Bei der Erhebung von Daten zum Grund für die Abmeldung von Newslettern spielt der „Nerv-Faktor“ eine große Rolle. Viele Abonnenten möchten entsprechende Mails einfach nicht mehr erhalten.

Blickt man zurück, sollte man sich vergegenwärtigen, dass der Abonnent zum Zeitpunkt seiner Anmeldung zum Newsletter – vorausgesetzt er hat sich selbst angemeldet – einmal Interesse an Ihren Produkten und Dienstleistungen gehabt haben muss. Dieses Wissen lässt sich nutzen, um einen letzten Versuch zu starten, den Ex-Abonnenten doch wieder zurück zur Webseite, zum Onlineshop oder auch zum Newsletter zu holen.

Moderne Newslettersysteme wie MailChimp bieten die Möglichkeit, bei der Abmeldung nach den Gründen zu fragen. Nutzen Sie diese Chance auf der einen Seite, um gegebenenfalls die Inhalte oder die Versandfrequenz Ihres Newsletter anzupassen, wenn die Abmeldezahlen steigen und sich einzelne Abmelde-Begründungen häufen. Zusätzlich können Sie den Grund für die Abmeldung auch technisch für die Umsetzung Ihrer Rückhol-Aktion nutzen.

Mittels AdWords Remarketing wird der Abmelder auf der Abmeldeseite getaggt. Über das AdWords-System wird er für einen festgelegten Zeitraum innerhalb des Google Display-Netzwerkes (GDN) mit Anzeigen konfrontiert, die exakt auf ihn zugeschnitten sind. Hinsichtlich des Wordings kann hier auch mit der Newsletterabmeldung experimentiert werden.

Erfolgsfaktoren

Entscheidend für den Erfolg der Remarketing-Kampagnen ist hier noch mehr als in anderen Bereichen des Suchmaschinenmarketings die richtige Konzeption. Sowohl die Frequenz und Dauer der Anzeigenschaltung, als auch der richtige Inhalte der Anzeigen sollten wohl überlegt sein. Davon ausgehend, dass der Ex-Abonnent von Ihrem Newsletter genervt ist, weil die Frequenz zu hoch oder die Inhalte entgegen seiner ursprünglichen Annahme doch unpassend sind, ist eine Rückholung via Remarketing nur dann erfolgversprechend, wenn die Inhalte der Anzeige einen Mehrwert versprechen und die Frequenz der Kampagnen nicht aufdringlich ist.

Im Vergleich zu „normalen“ Remarketing-Kampagnen sollte die Schaltungsfrequenz und -dauer deutlich niedriger sein, um den Kunden nicht vollends zu vertreiben.

Und was die Anzeige selbst angeht: Hier können Sie Ihrem Kunden zum Beispiel ganz offensiv ein Rückholangebot in Form eines Gutscheins machen. Bieten Sie ihm entweder für die erneute Anmeldung zum Newsletter oder für den Einkauf in Ihrem Onlineshop einen Einkaufsgutschein oder eine kostenlose Warenzugabe für die nächste Bestellung an.