Onlineshops mit LadenlokalOnlineshops nutzen unterschiedlichste Vertriebswege. Neben dem eigentlichen Shop existieren dabei Auftritte auf Marktplätzen im Internet, zum Beispiel Amazon, Rakuten oder eBay. Dazu kommt der klassische Katalog oder das Teleshopping im Fernsehen. Laut einer aktuellen Statista/EHI-Studie verfügen rund die Hälfte aller Onlineshops zusätzlich über ein eigene lokale Präsenz.

Aus dem veröffentlichten Ausschnitt der Studie geht leider nicht hervor, welche Form der Ladengeschäfte gemeint ist, aber es ist davon auszugehen, dass es sich dabei nicht um die in Deutschland noch relativ seltenen Popup-Stores handelt.

Auch ist leider nicht klar, was zuerst kam: Die Henne oder das Ei? Der Onlineshop oder das Ladenlokal? Der Trend ist klar. Viele (erfolgreiche) Only-Pure-Player wagen aber den Schritt aus dem E-Commerce heraus in den stationären Einzelhandel. Trotzdem ist bei der hohen Quote davon auszugehen, dass es sich zuallererst um Ladenlokale/Handelsunternehmen/Ketten handelt, die auf Basis eines bestehenden Konzeptes den Schritt in die virtuellen Märkte gegangen sind.

Onlineshop+Ladenlokal = Commerce ohne „E-„

Diese Studie ist ein guter Beleg für die dafür, das „E-“ aus „E-Commerce“ zu streichen. Schon jetzt haben es Unternehmen schwer, die ausschließlich im stationären Handel aktiv sind. Sie müssen aus dem Ladenlokal heraus den Weg in die virtuelle Welt wagen. Und die reinen Versandhändler drängen allen Unkenrufen über aussterbende Innenstädte zum Trotz immer mehr in die Fußgängerzonen. Über kurz oder lang werden nur die Händler bestehen, die beide Vertriebskanäle nutzen und sinnvoll miteinander zu verknüpfen wissen: Online und Offline. Demnach ist es nur konsequent, aus dem dem „E-Commerce“ ein „Commerce“ zu machen und die Vertriebswege „Onlineshop“ und „Marktplätze“ auch nur als das zu betrachten, was sie eigentlich sind: Vertriebskanäle eines mal gut und mal weniger gut funktionierenden Geschäftsmodells.

Onlineshops mit Ladenlokal