Integrated Commerce heißt das neue Zauberwort, unter dem Zalando den (Berliner) stationären Handel mit ins Boot holt. Wer die Zalando-eigene App ZipCart installiert hat, bekommt nicht nur den kompletten Warenbestand aus dem Zalando Onlineshop angezeigt, sondern auch die ausgewählter Pilotprojekt-Partner aus Berlin. Dazu gehören u. a. adidas und Bodycheck. Wer online bestellt, bekommt die Artikel innerhalb Berlins noch am gleichen Tag zwischen 19 und 21 Uhr geliefert, teilweise sogar innerhalb der nächsten 60 Minuten.

Zalando Integrated Commerce

Zalando Integrated Commerce

Freilich hat die Sache einen Haken: Das Angebot ist momentan auf Berlin beschränkt und wird es sicherlich in den kommenden Monaten (Jahren?) auch bleiben. Denn die same-day-delivery-Konzepte funktionieren allesamt nur in Großstädten und Ballungszentren. Auch der Anschluß kleinerer Einzelhändler an das Zalando-System  dürfte wegen des zu großen technischen Aufwandes momentan noch recht unrentabel sein; für beide Seiten.

Zumindest solange, wie das System in den Beta-Schuhen steckt und nicht über eine definierte Schnittstelle a la Amazon verfügt, die es auch kleineren Händlern ermöglicht, die eigene E-Commerce-Lösung im plug-and-play-Verfahren an ZipCart anzuschließen. Und selbst dann wäre immer noch das Problem mit der Logistik zu lösen.

Die Initiative geht hier freilich wieder nicht vom stationären Einzelhandel oder dessen Interessensverbänden selbst aus, die allesamt in Konzepten wie „Onlinecity Wuppertal“ vollkommen innovationslos feststecken. Zalando hat es selbst in der Hand und holt sich nur die Händler und Ketten ins Boot, die sich im wahrsten Sinne des Wortes anschließen lassen .

Alle Hintergründe zu Integrated Commerce gibt es im Zalando Tech Blog.