Ja, auch in diesem Jahr fällt Weihnachten wieder auf den 24. Dezember und schon in den Wochen zuvor beginnt der große „Run“ auf die Geschenke; sei es nun im stationären- oder im Onlinehandel. Damit einem der Trubel nicht über den Kopf wächst, sollte jeder Onlineshop-Betreiber bereits jetzt – im Sommer – damit beginnen, seinen Shop für die wohl stressigste Zeit des Jahres fit zu machen und sich zudem einen schlagkräftigen Marketing-Fahrplan überlegen.

Trends für den Winter

Der Vorteil: Wenn die Bestellungen nicht im Minutentakt eintrudeln, bleibt genügend Zeit für strategische Überlegungen, die Ausarbeitung eines realistischen Zeitplans für die Umsetzung der diversen Marketingmaßnahmen sowie die technische und inhaltliche Überarbeitung der Shop-Infrastruktur. Zudem können Sie „sichtbare“ Veränderungen an Farbe, Design oder Navigation abseits hoher Klick- und Bestellzahlen ausprobieren, ohne die Kunden damit nachhaltig zu verwirren. Machen Sie sich bereits jetzt Gedanken darüber, welche Trends sich für den Winter abzeichnen könnten und nach welchen Produkten die Kunden im Dezember am wahrscheinlichsten suchen werden. Schauen Sie am besten zunächst danach, was sich zwölf Monate zuvor am besten bzw. am schlechtesten verkauft hat und richten Sie ihren Lagerbestand dementsprechend aus.

Denken Sie mobil

Damit das Weihnachtsgeschäft auch reibungslos verläuft, sollten alle Produktbeschreibungen, die Keywords und auch die dazugehörigen Fotos auf den neuesten Stand gebracht werden. Zudem sollten Sie das Marktumfeld beobachten, um zu sehen, was die Mitbewerber so machen.  Sobald der Stress los geht, rutschen nämlich genau diese Punkte auf der Agenda in den Bereich „Unwichtig“ oder „Gerne, aber nicht jetzt“. Trotzdem ist eine professionelle Darstellung des eigenen Sortiments eine unabdingbare Voraussetzung dafür, dass die Warenkorbgröße und damit auch der Umsatz im Onlineshop ansteigen. Dies gilt im Übrigen auch außerhalb des Weihnachtsgeschäfts.

Neben Fotos können auch „Unboxing“-Videos eine sinnvolle Ergänzung sein, um die Produktpräsentation „aufzupeppen“. Auch sollten Sie den Sommer nutzen, um für das Weihnachtsgeschäft eine Social-Media-Strategie zu entwickeln und bereits entsprechende Landing pages anzulegen. Ein weiterer wichtiger Punkt: Denken Sie mobil! Immer mehr Käufe werden mittlerweile am Tablet oder per Smartphone erledigt. Achten Sie aus diesem Grund darauf, dass ihre Seiten entsprechend optimiert sind.

Content ist King

Fangen Sie bereits im Sommer damit an, die aktuellen Weihnachts-Seiten innerhalb des Onlinshops und/oder auf der Internetseite mit relevanten Inhalten zu befüllen und produzieren Sie – nach den Vorgaben eines Redaktionsplans – bereits Content vor. Ab September / Oktober beginnt dann bereits die Aufwärmphase für das Weihnachtsgeschäft. Haben Sie sich mit ausreichend Ware bevorratet und genügend Personal an Bord, um sowohl die Aufträge, als auch den Support auf allen Kanälen zu gewährleisten? Wenn nicht, kümmern Sie sich um die Rekrutierung von Aushilfskräften. Im November können Sie den Schalter umlegen und alle Kampagnen hochfahren. Denken Sie auch daran, dass das Weihnachtsgeschäft traditionell durch den Black Friday bzw. den Cyber Monday eingeläutet wird. Wenn Sie auch hier dabei sein wollen, müssen Sie dies durch entsprechende Werbung und Sonderrabatte in ihrer Planung berücksichtigen.

Nach Weihnachten ist vor Weihnachten

Ist der Weihnachtsstress erfolgreich gemeistert, ist dies keineswegs der Freifahrschein dafür, alle Aktivitäten zu stoppen. Schauen Sie sich stattdessen ihre gesamten Marketingmaßnahmen an und bewerten Sie, was gut und was schlecht gelaufen ist. Nur so lassen sich im nächsten Weihnachtsgeschäft sinnvolle Anpassungen vornehmen. Nehmen Sie zudem den Schwung mit ins neue Jahr und planen direkt neue Verkaufsaktionen ein.

Checkliste Weihnachten:

  • Produktbeschreibungen und Fotos überarbeiten.
  • Keywords identifizieren.
  • Ziele festlegen und Marketingplan formulieren.
  • Konkurrenzbeobachtung
  • Social-Media-Strategie entwickeln.
  • Landing Pages einrichten.
  • Weihnachts-Content schon im Sommer vorausplanen (Redaktionsplan erstellen).
  • Lagerbestand checken.
  • Kundensupport auf allen Kanälen gewährleisten.
  • Personalplanung überdenken und ggf. anpassen.
  • Andere Kampagnen wie Black Friday und Cyber Monday im Blick haben.
  • Bewertung aller Marketingmaßnahmen nach Weihnachten: Was war gut? Was war schlecht? Ggf. Anpassungen vornehmen.
  • Schwung des Weihnachtsgeschäfts mit ins neue Jahr nehmen und weitere Sales und Rabatte im Januar anbieten.

Beitragsbild: https://pixabay.com/de/m%C3%A4dchen-zopf-person-haar-k%C3%A4lte-570556/