Für das Steuern von Onlinemarketing-Aktivitäten ist die Auswertung von Verweiszugriffen – welche Website liefert mir die meisten Besucher – sehr wichtig. Besonders bei aktiviertem E-Commerce-Tracking können den Verweiszugriffen direkte Umsatzzahlen zugeordnet werden. Hier ist es lästig, wenn die lukrativsten Zugriffe von PayPal, Billsafe oder anderen Zahlungsanbietern kommen. Ein einfacher Trick schafft Abhilfe.

Wenn ein Besucher Ihren Onlineshop über einen Link auf einer anderen Website, wie zum Beispiel einem Forum oder einem Blog, findet, spricht man von einem Verweiszugriff (Englisch: Referrer). Die Verknüpfung dieser Besucher mit den Umsätzen im Onlineshop über Google Analytics E-Commerce-Tracking erlaubt es, Verweiszugriffe nach dem Wert der generierten Verkäufe zu sortieren. Diese Wichtung kann dann die Grundlage zu Marketingentscheidungen sein, wenn es zum Beispiel um die Unterstützung von Foren oder Websites Dritter geht.

Verweiszugriffe von Zahlungsarten

Durch eine Google Analytics Eigenheit führen die Zahlungsdienstleister die Hitliste der Verweiszugriff-Umsatzbringer an.

 

Verweiszugriffe in Google Analytics

Eine Eigenheit von Google Analytics macht einer vernünftigen Bewertung dieser Zugriffe leider oft einen Strich durch die Rechnung. In der Regel wird die Zahlung im Onlineshop durch einen Zahlungsanbieter abgewickelt. Der Käufer verlässt im Checkout daher vorübergehend den Onlineshop, wickelt die Zahlung auf der Website des Zahlungsanbieters ab und kehrt dann zum Shop zurück.

Google Analytics interpretiert die Rückkehr zum Shop jedoch als neuen Besuch, statt als Fortsetzung der vorherigen Sitzung. Der vermeintlich neue Verweiszugriff erfolgt für Google Analytics daher vom Zahlungsanbieter, dem der Umsatz in der Statistik zugerechnet wird. So führen Billsafe, PayPal oder PAYONE in der Praxis oft die Verweiszugriff-Hitlisten als umsatzstärkste Referrer an.

Verweiszugriff Ausschlussliste

So nehmen Sie Ihre Zahlungsdienstleister in die Verweis-Ausschlussliste auf.

Abhilfe schafft die „Verweis-Ausschlussliste“ in den Trackingcode-Einstellungen der Google Analytics-Property. Dort hinterlegen Sie die Adressen aller von Ihnen genutzten Zahlungsanbieter. Verweiszugriffe von diesen Domains werden in Zukunft ignoriert. Dies bedeutet, dass das vorübergehende Verlassen des Onlineshops zu einer dieser Domains nicht mehr als Beenden der aktiven Sitzung – und die Rückkehr von dort als Start einer neuen Sitzung – interpretiert wird. Vielmehr erstreckt sich die aktive Sitzung noch über den „Ausflug“ zum Zahlungsanbieter. Die erzielten Umsätze werden dann den tatsächlichen Verweisseiten gutgeschrieben. Leider funktioniert diese Änderung nicht rückwirkend – die Verweiszugriffe werden also erst ab dieser Konfigurationsänderung korrekt erfasst.

Checkliste Verweiszugriffe

  • Google Analytics E-Commerce-Tracking einrichten. Wenn nicht jetzt, wann dann?
  • Domains Ihrer Zahlungsanbieter ermitteln
  • Domains in der Google Analytics Property unter Verweis-Ausschlussliste hinterlegen