Schon im Jahr 2016 hat Facebook ein neues Webanalyse-Tool entwickelt und weltweit zugänglich gemacht. Doch bietet die Software wirklich einen Mehrwert gegenüber Google Analytics oder anderen, bekannten Tools?

Vorteile beim Tracking

Genau wie Google Analytics auch, können Webmaster das Tool der Social-Media-Plattform vollkommen kostenfrei verwenden. Auch die Bedienbarkeit weiß zu überzeugen und erinnert stark an die Konkurrenz aus dem Hause Google. Aber:

  • Aggregation von Daten: Hier hat Google die Nase definitiv vorn, weil Facebook keine externen Besucherquellen wie beispielsweise Verweise anderer Websites darstellt.
  • Community: Derzeit fehlt dem Facebook-Tool auch eine Community, über die sich eigenständig Supportmaßnahmen wie beispielsweise Ratgeber-Artikel oder ganze Blogs entwickeln.
  • Tracking: Doch das Tool von Facebook bietet auch Vorteile. So schafft es die Plattform, User geräte- und browserübergreifend zu tracken. Schließlich sind die Nutzer meist nicht nur auf dem Computer, sondern auch mit Smartphone und Tablet bei Facebook eingeloggt.

Sehr große Datenbasis

Wer sich derzeit nur auf Facebook Analytics stützen würde, hätte sicherlich mit zahlreichen Problemen zu kämpfen, die insbesondere mit der Aggregation der Daten zu tun hat. Doch unterstützend zu bisher genutzten Software-Lösungen kann das Tool seine wahre Stärke ausspielen. Schließlich kann Facebook auf eine Datenbank von 1,7 Milliarden Nutzern zugreifen.

Dabei weiß Facebook mittlerweile deutlich mehr über die Nutzer als Google. Alter, Geschlecht, persönliche Interessen, Herkunft, Einkommen und Co. lassen sich sehr präzise aus den Daten ableiten oder sogar direkt ablesen. Im Umkehrschluss heißt das für Webmaster, dass sie dank Facebook Analytics eine klare Eingrenzung der Zielgruppe vornehmen können. So gibt die Software wertvolle, aggregierte Informationen über folgende Aspekte preis:

  • Veranstaltungen
  • Demografie
  • Geräteinformationen
  • Nutzereigenschaften

Mit diesen Kategorien ist es möglich, die von Facebook Analytics erhobenen Daten auch wirklich zu segmentieren. Hieraus lassen sich wiederum äußerst nützliche Rückschlüsse auf die Bedürfnisse und Präferenzen der Nutzer ziehen. Bis die Software Google Analytics aber ernsthafte Konkurrenz machen kann, dürften noch einige Monate vergehen.