Aus Kundensicht bietet das Internet für Einkäufe einen entscheidenden Vorteil: Es kann rund um die Uhr geshoppt werden. Egal ob am Sonntag, am Weihnachtsabend oder – der E-Commerce-Shop ist immer geöffnet. Doch wann genau shoppen die Deutschen am liebsten? Und was hat das für Auswirkungen auf Shopbetreiber?

Sonntag und Montag als beliebteste Wochentage

Schon Ende 2016 hat der Büroservice-Anbieter Telbes eine durchaus interessante Studie zum weltweiten Shoppingverhalten im E-Commerce veröffentlicht. Konkret untersucht wurde vor allem, wann Männer und Frauen online einkaufen. Wenig verwunderlich: Die 25- bis 34-jährigen sind die mit Abstand aktivsten Online-Shopper, hier kauft rund ein Drittel der wichtigen Zielgruppe online.

Besonders beliebt ist dabei – ebenfalls wenig verwunderlich – der Sonntag. Schließlich haben die normalen Ladengeschäfte dann nicht geöffnet, der Shopper hat aber viel Zeit und sitzt gerade abends mit dem Laptop vor dem Fernseher. Überraschender ist hingegen schon, dass der Montag ebenso gerne für die virtuelle Shopping-Tour genutzt wird wie der Sonntag. Es konnte fast der exakt gleiche Umsatz gemessen werden.

Unterschiede zwischen den Geschlechtern

Ebenfalls erstaunlich ist, wann die Deutschen – bezogen auf die Uhrzeit – shoppen. Hier gibt es große Unterschiede zwischen Männern und Frauen:

  • Generell ist 20 Uhr – also direkt vor der Primetime die beliebteste Uhrzeit. Im Vergleich: International gesehen liegt die wichtigste Uhrzeit zwischen 18 und 24 Uhr.
  • Männer shoppen am liebsten zwischen 1 und 5 Uhr nachts.
  • Bei Frauen ist die Verteilung der Einkäufe über die Woche gesehen äußerst konstant.

Was bedeutet das für Shopbetreiber?

Shopbetreiber sollten wissen, wann ihre Zielgruppe bevorzugt einkauft. Schließlich treffen in dieser Zeit die meisten Supportanfragen ein, auf die möglichst schnell geantwortet werden sollte. Zudem können die Preise speziell auf das Einkaufsverhalten hin abgestimmt werden. Branchenprimus Amazon ändert beispielsweise täglich Millionen von Preisen, rund 20 Prozent des Sortiments sind laut einer Studie des Technologie-Portals recode hiervon betroffen. Das Ziel: Durch geschickte Preispolitik hohe Gewinne erzielen und gleichzeitig wie der allgemein günstigste Anbieter am Markt erscheinen.

Dazu haben die Zeiten auch Einfluss auf geplante Marketingkampagnen. Egal ob Versand von Newslettern oder das gezielte schalten von AdWords-Anzeigen. Onlinemarketing lässt sich auf die Minute genau timen und damit auch auf die beliebtesten Shoppingzeiten gezielt ausrichten.